...Ella

„Die ganze Welt ändert sich nicht, wenn ein Tier gerettet wird, aber für dieses eine Tier ändert sich die ganze Welt.“




































 Das ist meine Maus, einer meiner zwei größten Schätze;-)
Ella ist ein Parson-Jack Russell Schnautzer-Mix und angeblich 5 Jahre(allerdings denken wir der Tierarzt hat bei der Altersbestimmung gewürfelt).
Wir haben sie im April 2012 aus dem  Tierheim Sinsheim geholt. Ella, so ist sie schon dort getauft worden, kommt aus Frankreich. Sie wurde dort als Fundhund ins Tierheim gebracht. Hunde, die eine Weile im Tierheim dort sind, werden nach 3 Tagen, manchmal auch erst später, je nach dem wie voll die Zwinger sind, getötet.
Zum Glück gibt es jedoch Tierorganisationen, die Hunde nach Deutschland in die Tierheime bringen und dort weiter vermitteln. 

Ich bin mit Tieren aufgewachsen. Meine Eltern hatten schon immer Hunde. Ein halbes Jahr habe ich es jetzt komplett ohne Tiere in meiner Wohnung ausgehalten. Es ist komisch gewesen ohne und ich habe es einfach vermisst einen Hund zum Kuscheln zu haben. Ich bin nicht mehr viel raus gegangen, vor allem im Winter nicht, warum auch?musste ja niemand raus zum Spazieren gehen. Mir hat das Lustige und Unerwartete, was ein Tier ausmacht und was man jeden Tag neu erlebt, einfach gefehlt. Der Entschluss stand also zum Anfang des Jahres fest: ich möchte wieder mit einem Tier zusammel leben. Nur welches? Da wir in einer Großstadt wohnen, kein Auto haben, Mieter einer 2-Zimmerwohnung sind und zu dem auch noch ich berufstätig bin und mein Freund studiert, habe ich mir die ganze Zeit gesagt, dass ein Hund halten hier Tierquälerei ist. Nun habe ich überlegt ob Hase, Meerschweinchen oder Katze und habe mich dann für eine Katze entschieden. Im März wollte ich dann mit meiner Mutter in ein Tierheim fahren, da ich aus Überzeugung nur Tiere aufnehme, die Hilfe brauchen und nicht massenweiße gezüchtet und für teuer Geld verkauft werden. Kurzerhand hat mich meine Mutter, die mir von Anfang an in den Ohren lag, einen Hund zu holen, überredet sich doch mal die Hunde anzuschauen. 
Es sollte also, wenn ein Hund, ein kleinerer sein, der "handlich" ist und den man notfalls mit in die Bahn nehmen und uaf den Schoß setzten kann. 
Im Tierheim haben wir uns dann in Ella verliebt. Aus der Katze wurde also doch ein Hund :-D
Ganz gegen meiner Befürchtungen dem Hund würde es bei uns nicht gut gehen, muss ich sagen klappt es sehr gut=) Dadurch dass ich Schicht arbeite und mein Liebster durch sein Studium auch mal öfter daheim ist und Sachen zu Hause erledigt, ist der Hund maximal 5 Stunden alleine (und dass nur an wenigen Tagen). Wir haben Glück mit ihr, denn sie beißt in der Zeit nichts kaputt oder bellt rum, sondern schläft die ganze Zeit (haben es mal via Cam aufgenommen:-D ). Dafür ist sie allerdings die restliche Zeit total aufgedreht und legt sich erst hin, wenn wir uns ins Bett oder auf das Sofa legen... Der Hund hält uns also wirklich ganzschön auf Trab;-)
Spazieren klappt eigentlich ganz gut, da wir zwar in der Innenstadt wohnen, aber hier eigentlich einen verkehrsberuhigten Bereich haben, einige Parks in der Nähe sind und einen schönen Radweg haben, auf dem aber kaum Fahrräder zu sehen sind;-) Nicht weit weg ist ja die Parkinsel, über die ich schon einmal geschrieben habe, die Neckarwiese in Mannheim und der schöne Park im Lindnehof (Berichte folgen noch). 
Nichts desto trotz habe ich oft ein schlechtes Gewissen, weil Ella an einem Tag aus Zeitmangel vielleicht dann noch nicht so viel raus kommt... Ich versuche aber mein bestes zu geben und am  Tag einen langen Spaziergang von mindestens einer dreiviertel Stunde, besser 1 Stunde (und zwei kleinerer Spaziergänge) mit ihr zu machen. 
Immer wenn ich die Zeit habe und mit meiner Mutter zusammen frei habe, fahre ich in die alte Heimat=) und gehe mit ihr und ihren Hundis spazieren. So kommt Ella auch mal unter Gleichgesinnte, die Stadthunde sind nämlich zu 90% giftig und werden immer schön weg gezogen, wenn ein andere Hund kommt.
In der Stadt ist leider überall, auch auf den Grünflächen, Leinenpflicht, was ich mit einer 20 Meter Schleppleine aber durchaus einhalte;-). In der Stadt selbst ist sie natürlich an einer kürzeren.
Das Autoproblem haben wir ganz gut gelöst mit einem Fahrradanhänger zu dem ich übrigens hier auch mehr geschrieben habe. 
Ella hat in ihrer früheren Heimat (wir gehen davon aus, dass sie in einer Familie gelebt hat, da sie stubenrein war und die üblichen "Regeln" bei den menschen kennt) nicht viel Erziehung genossen, weswegen wir ihr zur Zeit alle nötigen Sachen versuchen beizubringen. Sie kann immerhin mittlerweile Sitz und Fuß an der Leine;-)
Ich denke, ihr geht es bei uns trotz allem ziemlich gut und ich bin froh einem Tier das leben gerettet zu haben:-) Ich möchte sie nicht mehr missen auch wenn es mit ihr manchmal nicht so leicht ist.




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